Vom Hartplatz zum Kunstrasen - Für den Sport und die Zukunft unserer Kinder. Nur gemeinsam schaffen wir das!
Klinkenputzen zahlt sich aus
10.03.2026
Fussball: Sie laufen, klingeln, reden und schreiben, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Finanziell sieht es gut aus, planerisch ziemlich.
Harthausen. Für den Kunstrasenplatz ist den Mitgliedern des ASV Harthausen keine Anstrengung zuviel: Am Samstag waren sie schon zum dritten Mal auf – einträglicher – Spenden-Sammeltour durch die Gemeinde unterwegs. Auch sonst läuft es ganz gut: Alle Förderanträge sind positiv beschieden.
„Der Großteil der Bürger hat total freundlich reagiert. Wir haben viele Menschen mit ASV-Vergangenheit kennengelernt“, berichtet Fußball-Abteilungsleiter Nico Eisensteck auf Anfrage der RHEINPFALZ und zieht nach den drei Einsätzen „auf der Gass“ im November, Dezember und jetzt ein durchweg positives Fazit: „Das Dorf steht hinter dem Verein und drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen.“
Ziel sei es gewesen, jeden Haushalt einmal persönlich zu erreichen oder zumindest einen Flyer mit Infos zum 770.000-Euro-Projekt „Umwandlung des Hart- in einen Kunstrasenplatz“ zu hinterlassen. Natürlich seien nicht alle von Spendenaktionen an der Haustür angetan, räumt er ein. „Aber richtig negative Reaktionen hat es keine gegeben.“
Materiell zahlt sich das Laufen, Klingeln, Reden und Schreiben von Förderanträgen sowie das Rühren der Werbetrommel nach Eisenstecks Angaben aus: Finanziert werden soll das Vorhaben wie mehrfach berichtet unter anderem über Parzellenverkäufe des neuen Platzes (85 Euro pro fünf Quadratmeter), Spenden, Sponsoring, Fördermittel von Land, Kreis und Kommune, hohe Eigenleistung sowie Kredite. Die Einnahmen aus dem Verkauf von insgesamt 735 Parzellen war laut Ursprungskalkulation auf 125.000 Euro taxiert. „Aktuell stehen wir bei 115.000 und haben noch bis Ende März Zeit, unser Gesamtziel zu erreichen. 135 Rasenpatenschaften mit einem ungefähren Gesamtwert von 10.000 Euro fehlen noch. Wir sind weiter zuversichtlich.“
Zur Finanzierung eingeplant hat der ASV einen Gesamtbetrag von 415.000 Euro durch öffentliche Förderung. Auch diese Rechnung scheint aufzugehen. Die Gemeinde hat inzwischen 140.000 Euro bewilligt, der Kreis 45.000 und das Land gibt 230.000 Euro für den neuen Fußballplatz ins Tabakdorf. „Den Rest müssen wir durch Spenden, Eigenkapital und Darlehen aufbringen“, betont Eisensteck.
Allein mit Hilfe von Eigenleistungen wollen die Vereinsmitglieder etwa fünf Prozent der Gesamtkosten sparen. Konkret ist daran gedacht, den Rückbau der Barrieren um den Hartplatz, der Flutlichtmasten und der Ballfangzäune selbst zu bewerkstelligen. Ebenso wollen sie selbst pflastern und bei der neuen Umzäunung mit anpacken.
„Im Idealfall könnten wir auch sicher den Zuschauerbereich an der Böschung auf der Seite zum Sportheim befestigen und mit zwei Stehrangstufen ausstatten“, hofft der ASV-Sprecher. Nicht ganz im Zeitplan sind die Grün-Weißen bei der Baugenehmigung. „Wegen personeller Engpässe bei einer involvierten Fachbehörde hat sich die Bearbeitung unseres Bauantrags leider um rund zwei Monate verzögert. Wir hoffen dennoch darauf, noch im März des Jahres die Genehmigung zu erhalten“, teilt Eisensteck mit. Ziel sei es nach wie vor, noch in diesem Jahr „unseren Traum von einem modernen, zeitgemäßen Fußballplatz wahr werden zu lassen“. Der ASV Harthausen mit seinen aktuell weit über 800 Mitgliedern feiert 2026 zwei Jubiläen: Der Verein ist 80 Jahre alt, seine Gymnastikabteilung 50. Gefeiert wird vom 24. bis 26. Juli. „Am Programm wird derzeit noch gearbeitet“, teilt ASV-Vorsitzender Axel Hoffmann mit. Vielleicht gibt es zum Kunstrasenplatz dann schon etwas Neues mitzufeiern.